In an anthology edited by a certain Robert Neumann (ISBN 3-7175-1751-1) I find a text that I think must be contributed to Ernst Junger, but I don’t know how exactly. Perhaps one of you experts may give me a hand or a hint. The text goes like this: „An solchen Tagen traten wir aus der Rauten-Klause erst, wenn die Sonne in die Marina gesunken war, und schritten den Raben-Klippen zu, vorüber an verlassenen Gehöften, deren Sassen nach Burgund hinüber gewechselt waren, ohne dass der Ober-Förster ihnen Permiss gegeben hätte, auch ihre Laren und gemeuchelten Erst-Geborenen mit sich zu nehmen: Knaben-Rippen bleichten auf den gekippten Grenzpfählen der Klippen-Lippen, unbeschienen vom Mutter-Mond, der sein lunares Entsetzens-Antlitz in der Düsternis des Gewölkes barg. Weiterschreitend über gewundene Schlangen-Pfade hörten wir das Schnattern, in den fernstverborgenen Kringeln, von erbleichten Speer-Ottern, Stern-Vipern und Ringel-Nattern , denen gleichend, die sich Erio in jenen versäumten Sonnen-Tagen ins Haar geflochten hatte. Das Bölken eines Uhus, lautlosen Fluges nah-getragen, zog über ihre Spiele wie ein schatten-trächtiger Komet. Oh, wie es in Moores-Tiefen brodelte, da wir über Felsenstufen höherklommen. In der entlichteten Belichtung des Tannichts, Föhrichts und Fichtenichts gab es ein Heulen und Frohlocken, als ob die wilde Meute vorüberläutete. Es jodelte im Chore hinaus in die Pech-Schwärze der Raben-Nacht, und Bruder Otho, der neben mir dahinschritt, sah sich gleich mir an jene Zeit erinnert, da wir beide mit dem Purpur-Korsaren segelten – doch hatten wir das Gemetzel nur mitgemacht, um unsere Lehenspflicht zu leisten: nicht dass wir jemals in hohem Ernst Jünger des Oberförsters gewesen wären. Auch damals, lavierend zwischen Sagunt und Trapezunt, gab es keine pontische Brandungs-Lücke in jenem Schreck-Meer, durch die wir eine Brücke hätten erspähen können, um unser Schiff aus Mein-Tat und Neidungs-Werk an sie zu steuern und uns an Land zu retten. So wanderten wir aus nach innen, unsere Runen rück-versichernd zwischen den Zeilen unseres Herbariums. In den Korsaren-Tagen ward ein Irrtum erst dann zum Fehler, wenn man gefährlich lange in ihm beharrte. So bar der Vornehmheit hatten die Hinter-Sassen des ostgeborenen Ober-Försters sich erwiesen, dass man mitunter am Klippen-Rand selbst niedrig-stirnige Randalisten, Oktobristen, Harfenisten und Gebärden-Schwinger angesichts der sich lippen-üppig gleich einem Dirnen-Mund sich entfaltende Grauens-Blume der Schlacht-Verlust-Gefahr in stumme Gedanken fallen sah. So berührte auch uns damals die Schwinge des Schatten-Vogels der Verzagtheit. Zitternd leerten wir den Kelch des von Lampusa aus Wider-Wurzeln für uns gebrauten Bitter-Trunkes. Dann starrten wir einander in die Kreiden-Weisse unserer Gesichter und lagerten uns unter Blut-Blümlein, Perl-Zwittich und Rosamund in die Starre des Heidekrauts.“ Ul-rich
Markup © John King, 2008. Web archive generated Tue, 21st August 2007.