roberto calvo wrote: > > Acerca de la Desinvolture: > Decir en primer lugar que las discusiones relacionadas con Harrer y el > dilema de actuar, intervenir - matar al tirano, todo ello desembocandoen la > desinvolture me ha parecido fascinante. Voy a permitirme hacer una pequena > reflexion al respecto.... Es un momento extrano, inquietante el de la decision, ?que > hacer?, ?echar el resto, jugarnos la vida o retraernos a la espera de un momento > mejor?. Estos son asuntos eternos. Die Frage, ob der Parricid, der Tyrannenmord, zu rechtfertigen, zu begrüssen oder gar zu fordern, mithin, ob der Attentäter, der Guerrillero oder gar der Terrorist eine bewunderungswürdige Figur sei, ist von Alters her eine romantische Scheinfrage. Sie liegt in der platonischen Frage begründet, wer herrschen solle. Die Antwort, die auch Jünger gibt, lautet: der Beste soll herrschen. Daraus ergibt sich das Dilemma, was zu tun sei, wenn einmal nicht der Beste, sondern der Schlechteste herrscht ... Meines Wissens war Karl Popper der erste, der auf die Unzulässigkeit dieser Frage (wer soll herrschen?) und der Antwort (der Beste!) hingewiesen hat, weil sich natürlich daraus sogleich die Unlösbarkeit der Machtfrage ergibt. Es stellt sich doch stets der Mächtigste als der Weiseste dar, und in einer gehörigen Diktatur stimmen ihm darin jeweils 98% der Bevölkerung zu. Bis, ja bis einer kommt, welcher entweder als Waldgänger ohne Korruption durch die Macht (désinvolture) schon durch seine bezeugte Existenz allein die Unwahrheit dieses Platon'schen Axioms bezeugt oder gar als Attentäter den Tyrannen stürzt. Popper stellt als Gegenforderung die Frage: Wie muss ein Staatsapparat beschaffen sein, welche Institutionen muss er besitzen, dass auch ein Schlechterer als der Beste herrschen kann, ohne Schaden anzurichten, und durch welche Instrumente sollen die Beherrschten ihre Herrscher wieder entlassen können, ohne dass es zu Blutvergiessen kommt. Gerade die jüngste spanische Geschichte illustriert sehr gut, dass eine solche kontrollierte Institutionalisierung der Macht auch in einer Monarchie möglich ist. > y eso a cada momento de la > vida. Daraus ergibt sich eine ständige Wachsamkeit der Beherrschten, also der öffentlichen Meinung, gegenüber den Herrschenden. > y no me > refiero a una fria reflexion ahora pasados 50 anos, me refiero a estar alli > y entonces. Eigentlich ist es seit Alters her immer das gleiche alte Lied, siehe doch die alten Athener oder auch Brutus und Caesar. In der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts waren die Tyranneien in Europa zahlreich, darum können sie uns als Beispiele zur Diskussion dienen. Heute kommen sie eher in den ehemaligen Kolonien vor. Die Fragen stellen sich aber gleich. Pikant wird es höchstens, wenn solche Drittwelt-Diktaturen von "Demokratien" gestützt werden. Dann mobilisieren sich die Kaffeehaus-Revolutionäre. > Ante todo guerrero, y en especial al emboscado se le > plantea siempre la posibilidad de resistir, de unicamente resistir: > aguantar un poco mas que el enemigo. Se cultiva entonces la huida, el > escondite y la supervivencia. ? Es ist ganz klar, dass DER EINZELNE, dessen Sache die Macht nicht ist, und der folglich die Komplizenschaft mit der Macht ablehnt, diese (totalitäre) Macht nur schon deshalb in Frage stellt, weil er auf seine blosse Existenz verweisen kann. > Es por ello el guerrillero un combatiente > desleal?, ? es su conducta despreciable, no etica?, puede que estos sea > asi, mas no debemos olvidar nunca que el emboscado esta solo. ? Debemos > exigirle las mismas lealtades que a quien conoce los dones del > companerismo?. ? es criticable acaso, solo como se encuentra, que posea una > cierta desinvolture?. Hier ist der Unterschied zwischen dem Anarchen und dem Anarchisten zu sehen: Der Anarchist stellt sich der Macht entgegen; am Anarchen geht die Macht vorbei, sie ist seine Sache nicht. Noch einmal Karl Popper: "Lasst uns Ideen, lasst uns Hypothesen aufstellen und lasst diese Ideen miteinander streiten. Identifizieren wir uns aber nicht mit unseren Ideen! Denn solange für uns nur die schlechteren Ideen sterben, sterben keine Menschen." Ulrich Oswald
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