Liebe Juenger-Freunde, in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung DIE WELT i= st das EJ betreffende CIA-Dossier von Zuckmayer dokumentiert. Hier ist es.= Beste Gr=FC=DFe, Tobias Wimbauer www.waldgaenger.de Die WELT, Donnerstag, 17. Januar 2002=20 =20 Nachrichten =FCber den Ameisenbau des Nazistaates=20 Carl Zuckmayers amerikanische Dossiers zu Ernst J=FCnger und Heinz Hilpert -= Eine Dokumentation=20 Ernst J=FCnger Ernst J=FCnger halte ich f=FCr den weitaus begabtesten und bedeutendsten der i= n Deutschland verbliebenen Autoren. Ich glaube, da=DF sowohl seine wie seine= s j=FCngeren Bruders Opposition gegen das Naziregime echt ist und mit jener = nur sehr bedingten Opposition aus anderen konservativen oder Offizierskrei= sen nicht identisch ist. Bei den J=FCnger's kommt sie aus tiefren Quellen. E= s handelt sich nicht um milit=E4risch-politische Taktiken, in denen sie etwa= mit Hitler differieren, sondern um den Geist. Ernst J=FCngers Kriegsverherr= lichung hat nichts mit Aggression und Weltbeherrschungspl=E4nen zu tun - sei= n Herren-Ideal nichts mit demagogischem Unsinn =E0 la Herren-,Rasse'. Ohne P= azifist oder Demokrat zu sein, ist es ihm bestimmt ernst mit der Vorstellu= ng einer Weltgestaltung vom Geist her und durch das Medium der h=F6chstentwi= ckelten und h=F6chstdisziplinierten Pers=F6nlichkeit. Eine isolierte und sehr = unbequeme Position - vielleicht bedeutsamer und mindestens interessanter a= ls verwaschene Durchschnittsvorstellungen von Demokratie, sofern sie kein = fa=DFbares Konzept haben. Solche Erscheinungen wie E. und F. W. J=FCnger m=F6gen= in einem gegen die Nazis gewandten Nachkriegsdeutschland noch isolierter = sein als jetzt, und werden vermutlich von der Mehrheit der Linkskreise als= ,reaktion=E4r' abgetan und abgelehnt werden. In Wirklichkeit sind sie wenig= er reaktion=E4r als viele der ,Progressiven', die nichts dazu gelernt haben.= Es w=E4re ein gro=DFer Fehler sie nicht ernst zu nehmen und ihr Schaffen mit = gr=F6=DFter Aufmerksamkeit und Vorurteilslosigkeit zu beobachten. Heinz Hilpert Von allen in Deutschland verbliebenen Theaterleuten der entschiedenste, ak= tivste, leidenschaftlichste Nazigegner. Man wird fragen: Wie geht das dami= t zusammen, da=DF er als Leiter des vom Propagandaministerium subventioniert= en Deutschen Theaters, des Josefst=E4dter Theaters in Wien und der Salzburge= r Festspiele ein ausgesprochener Exponent des kulturellen Lebens im Nazide= utschland, ein von den Naziautorit=E4ten anerkannter Mann an erster Stelle, = ja der Auserw=E4hlte des Dr. Goebbels ist=3F Antwort: Es geht zusammen - wie s= o vieles - anscheinend Unvereinbares - in dem seelisch verworrenen und org= anisatorisch intakten Bienenstock oder Ameisenbau des Nazistaates. . . . W= er nicht selbst miterlebt hat, wie Hilpert zum Beispiel auf einer Probe im= Jahr 1936 (der der Verf., damals auf einem ,illegalen Besuch' in Berlin, = im dunklen Zuschauerraum beiwohnte), dem ,Heil-Hitler' eines beflissenen S= tatisten nach langem, vernichtendem Blick, R=E4uspern, Spucken und bedeutsam= en Kopfsch=FCtteln, mit einem breiten ,Guten Mor'jn' antwortete, kann sich v= on dem Ton, der an seinen B=FChnen herrschte, und von dem, was er sich trotz= dauernder Denunziationen erlauben konnte, keine Vorstellung machen. Viel = wichtiger aber als diese kleineren und mehr =E4u=DFerlich determinierten Beisp= iele von ,Zivilcourage' ist die innere Einstellung Hilperts und sein - im = Ergebnis wohl tragischer - Versuch, die Reinheit und Echtheit deutscher Ku= nst durch die ordin=E4re und nichtsw=FCrdige Periode (von deren Verg=E4nglichkei= t er immer =FCberzeugt war) hindurch zu retten. =20 =20 =5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F=5F= =5F=5F=5F=5F 100 MB gute Gr=FCnde. Jetzt im WEB.DE Club anmelden und Pr=E4mie sichern! Superstars, Topevents und Wunschrufnummer inklusive - http://club.web.de
Markup © John King, July 2001.