Bertil, selbst wenn Du vorgibst, sich für EJs Ideen und nicht seine Person zu interessieren, so werde ich dennoch das Gefühl nicht los, daß Du Personenkult betreibst, da Du scheinbar keine Kritik an Deinem "Denkmal" EJ ertragen kannst. Oder irre ich da etwa? Andreas -----Ursprüngliche Nachricht----- Von: Bertil Häggman <bertil.haggman@helsingborg.se> An: ernst-juenger-l@maillist.ox.ac.uk <ernst-juenger-l@maillist.ox.ac.uk> Datum: Donnerstag, 11. Februar 1999 22:16 Betreff: EJ als Gegner der Hitler-Regime >>Man kann sich eigentlich für einen Schriftssteller auch interessieren, ohne >>sein Verhalten zu billigen. Ich habe das Gefuehl, dass hier so etwas wie ein >>Personenkult à la Stefan George betrieben wird. > > >Wenn die Argumente fehlen kann man natuerlich >Fakten Personenkult nennen. Was ich in meine >Beitraege genannt habe sind Fakten, die viellecht >nicht zu den Bild von der Mitlaeufer passt. > >Das politische Bild von von EJ in der zwanziger Jahre war >ja dass er als konservativer Revolutionaer auch >in linken und liberalen Blaetter publizierte, EJ hatte auch >persoenliche Verbindunge zu line Persoenlichkeiten. >Die Hausdurcsuchung von Gestapo bei EJ fuehrte er >auf seine Kontakte mit zu Erich Muehsam zurueck: > >"Ich glaube. man suchte Briefe des alten Anarchisten >Muehsam bei mir, der eine kindliche Neigung zu mir >gefasst hatte und den man dann auf so schauerliche Weise >ermordete. Er war einer der besten und gutmuetigsten Menschen, >denen ich begegnet bin." (Strahlungen, Saemtliche Werke, Bd. 3, >Stuttgart, 1979, Eintragung 10. September 1943). > >Personenkult? Angreifen ist erlaubt, aber Verteidigung ist >Personenkult? Worte sind natuerlich psychologische Waffen. >Personenkult ist schlecht, also muss auch der andere schlecht >sein. Persoenlich interessiere ich mich mehr fuer EJs Ideen nach 1945 >als fuer seine Person. > >Bertil Haggman > >
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