ernst jünger in cyberspace

mailing list archive - Re: 8th contribution by Bertil Haggman from _Die Schere_ Part I

> 158 (pp. 114)
> 
> Ein Vergleich aus der Technik - also
> eine Vor-Spiegelung. Aber: "Auch hier
> sind Goetter", so Heraklit im Back-
> ofen.
> 
> Der Kinematograph (Nietzsche *1844,
> Ottomar Anschuetz * 1846) hat eine
> neue Dimension in unser Leben
> gebracht. Vielleicht hat er auch nur
> eine Dimension realisiert, die
> immer vorhanden war. Das Land-Einhorn tritt
> auf die Lichtung heraus. Wenn wir die
> Elekrifizierung als geistige Emanation
> betrachten, wird das Anfluten von Bildern
> und Toenen zum Nebeneffekt. Die Komposition
> gewinnt einen Text unter zahlreichen
> moeglichen. Der Text kann durch Bilder
> oder durch Musik ersetzt werden, und diese
> durch Rhythmen schlechthin. Wirksam vor
> allem ist die undifferenzierte Anstrahlung.
> 
> Dem elektrischen Wesen entspricht
> die planetarische Ausbreitung. Die
> Agora wird kosmopolitisch und in
> Sekunden ansprechbar. Diese Ent-
> wicklung wuerde Spenglers Voraussage
> des Caesarismus rechtfertigen, doch
> greift Sie darueber hinaus. Die Signale,
> die wir senden, sind nicht nur plane-
> tarischer, sondern kosmischer Natur,
> selbst ueber das Sonnensystem hinausreichend.
> Wir wissen nicht, wo sie ankommen.
> 
> Commentary
> 
> Here is in my opinion a Juenger prognosis
> concerning Internet and its development
> already when the book was published in 1990.
> "Die Agora wird kosmopolitisch und in
> Sekunden ansprechbar." The reference to
> Spengler's view of the Third Millenium
> could be a warning but as it seems today
> Internet is to anarchich to be controlled
> by a Ceasar. But maybe not uncontrollable
> in the future.

Spengler on this theme in the first volume
of _DEcline of the West_:

> Growth of Ceasarism. Power politics defeats
> money. The political forms increasingly
> primitive. Inner anarchy in the states.
> Formless population, which is collected
> in an empire of primitive-despotic character.
> 
> 2000 - 2200
> 
> The final form emerges. Lack of history and
> petrification in the face of the young
> peoples or the greed of foreign conquerors.
> 
> After 2200
> 
> Just now with reasonably healthy world
> economy and rising expectations Spengler's
> view seems far removed. But...
> 
> (158 to be continued)
> 
> Greetings
> 
> Bertil Haggman



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