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mailing list archive - FW: [Juenger-list] Evola's letter to Juenger (German original)

-----Original Message-----
From: juenger-list-owner@juenger.org
[mailto:juenger-list-owner@juenger.org]On Behalf Of Jochen.Meyer
Sent: 08 June 2002 11:09
To: juenger-list-admin@juenger.org
Subject: AW:[Juenger-list] Evola's letter to Juenger (German original)


In der "Jünger-Liste" sehe ich eben, daß dort (wohl von Herrn Wimbauer,
Tübingen) ein Brief Julius Evolas an Ernst Jünger vom 17. November 1953
aus dem Nachlaß Jüngers im Deutschen Literaturarchiv, Marbach a. N., im
Wortlaut mitgeteilt wird. Das verträgt sich natürlich nicht mit der
Benutzungsordnung des Archivs, zu deren Einhaltung sich auch der jetzige
Vervielfältiger des Briefes schriftlich verpflichtet hat. Für die Zwecke
der Liste genügte der Hinweis darauf, daß das Original des Briefes im
Marbacher Nachlaß liegt und daß Evola ihn auf deutsch geschrieben hat. -
Im übrigen ist auf die Rückseite jeder Kopie aus Marbacher
Nachlaßbeständen der Vermerk gestempelt, daß die Kopie nur für den
wissenschaftlichen Gebrauch des jeweiligen Bestellers bestimmt und die
Weitergabe an andere nicht erlaubt ist.

Für jede Veröffentlichung und Verbreitung wäre zum einen ein Antrag auf
Publikationsgenehmigung in Marbach zu stellen. Im konkreten Fall wäre
dem Antrag die schriftliche Zustimmung des Verwalters der
J.-Evola-Urheberrechte beizufügen. Das ist die Fondazione Julius Evola
(Via S. Veniero, 76, 00192 Roma).

Dr. Jochen Meyer
Leiter der Handschriftenabteilung
Deutsches Literaturarchiv
Postfach 1162
D - 71666 Marbach a. N.
Tel. 07144 - 848400
Fax 07144 - 848490
E-mail Jochen.Meyer@dla-marbach.de
____________________________________________


> My memory did serve me correctly -- Evola's letter to Juenger is
indeed part of the Juenger correspondence stored at the Deutsches
Literaturarchiv in Marbach. And I was right -- the letter is in German.
Here is the original "Wortlaut" of the letter as it can be found in the
Marbach archives:
> - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
> Rom, den 17.XI.1953
>
> Verehrter Herr!
>
> Mein Name dürfte Ihnen bekannt sein, weil ich - vielleicht durch
Vermittlung von Dr. Mohler - unlängst ein gewidmetes Exemplar von
"Heliopolis" erhalten habe und auch weil wir im Reich viele gemeinsame
Bekannte hatten - z.B. Prof. C. Schmitt und Frh. von Gleichen.
>
> Ich habe seit langem Ihre Tätigkeit mit besonderem Interesse verfolgt
und hatte oft Gelegenheit, mich auf Ihre Werke zu berufen. Von diesen
liegen mir nahe eigentlich die der ersten Periode, sagen wir bis
"Marmorklippen". Und es ist in diesem Zusammenhang, dass ich mir
erlaube, mich an Sie zu wenden. Ich glaube, eine italienische
Uebersetzung von "Der Arbeiter" veranlassen zu können. Wegen der
Analogie der ersten mit der zweiten Nachkriegszeit ist m.E. die in jenem
Buch entworfene Problematik wieder aktuell - übrigens die Lösungen, die
man in der Zwischenkriegszeit im Reich und in Italien zu finden geglaubt
hatte, waren zum größten Teil nur Scheinlösungen, Ersätze [sic!] und
Konjunkturerscheinungen. Ich glaube also, dass das Buch heute noch eine
"erweckende" Wirkung ausüben könnte.
>
> Nun haben wir mit einem handicap [sic!] zu kämpfen, weil ich das
erwähnte Buch nicht besitze und es sehr schwer aufzutreiben ist. Dr.
Mohler schrieb mir sogar, dass auch bei Ihnen nur ein Archiv-Exemplar
davon vorhanden ist. Aber es ist Ihnen vielleicht möglich, in Ihrem
Bekanntenkreis jemanden zu finden, der das Buch entweder verkaufen oder
bloss verleihen - für die Zeit der Prüfung und der gelegentlichen
Übersetzung unter formeller persönlicher Versicherung der
Zurückerstattung - könnte.
>
> Darüber hinaus: an wen sollte man sich wegen der Uebersetzungsrechte
wenden?
>
> Entschuldigen Sie bitte diese Avance, die allerdings mir die immer
wieder verschobene Gelegenheit geboten hat, die Ehre zu haben, mit Ihnen
auch persönlich Fühlung zu nehmen.
>
> In besonderer Hochachtung
> Ihr ergebener
> J. Evola
>
> ------------
> J. Evola
> Corso Vittorio Emanuele 197
> Roma
>





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