> Ernst Juenger, Die Schere > > 19 > > Es hieße die Großtaten der Physik unterschätzen, wenn man sie der > Mechanik oder gar der Ökonomie zuordnete. Hier geht es um mehr als um > Tatsachen. Das gilt besonders für den prometheischen Rang der Neuen Welt > mit ihren Raum und Zeit überwindenden Entfaltungen. > Dagegen ist einzuräumen, daß die Einrichtungen, selbst dort, wo sie > Wohlstand bringen, nicht befriedigen, ja zu nehmend beängstigen. Sie > können nicht bieten, was die Götter gewährt haben. Sie reichen nicht > über das Vergängliche, ja zielen nicht einmal darüber hinaus. > In dieser Hinsicht sind auch ihre Wunder nicht mehr als Gleichnisse — > doch hochbedeutend, wenn sie als solche erkannt werden. Der Raub am > Universum wird zum Geschenk, zum Darlehen. Neue Gebete, neue Mysterien. > > 19 The great deeds of physics would be underrated, if one would file them among mechanics or even economy. There is more at stake than facts. This holds especially for the promethean grade of the New World with its developments in conquering space and time. On the contrary, it has to be admitted that the installations, even where they bring welfare do not satisfy, moreover even increasingly make scared. They cannot offer what the gods used to give. They do not reach further than the transient domain(1) and do not even aim beyond. In this respect the wonders of physics are no more than parables - but highly meaningful if recognized as such. What was deprived from the universe turns into a gift, a loan. New prayers, new mysteries. -------------------------- (1) das Vergängliche - all that withers and passes away Greetings Walter
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